Mobilfunk und DSL aus einer Hand: Lohnt das Paket?
Eine Handy-Rechnung, eine Festnetzrechnung und eine DSL-Rechnung - belasten nicht nur die Umwelt, sondern auch die Nerven. Von der fehlenden Kostentransparenz einmal abgesehen gilt es, sich bei Problemen an den jeweiligen Anbieter zu wenden, Komplettpakete schaffen hier Linderung. Eine Rechnung und ein Ansprechpartner vereinfachen vieles, stehen aber nicht unbedingt für die kostengünstigste Alternative.
Hierbei gilt es zunächst zwei Lager zu unterscheiden: Zum einen sind die Mobilfunk-Netzbetreiber Vodafone und O2-Germany zu nennen, deren Kerngeschäft - der mobilen Telefonie - ein DSL-Angebot gefolgt ist. Zum anderen gibt es DSL-Anbieter, die ihren Kunden eine Handy-SIM-Karte als Option anbieten. Meistens enthält der optionale Handy-Tarif eine Telefon-Flatrate in das deutsche Festnetz.
Hier hat der Mobilfunk-Betreiber naturgemäß die Nase vorn, ist insgesamt aber auch teurer. Im Folgenden lesen Sie, welcher Anbieter was zu bieten hat und wie sich die beiden Konzepte im Alltag grundlegend unterscheiden.
Mobilfunknetzbetreiber: Sparpotenzial vorhanden
Der DSL-Markt boomt: Millionen Menschen haben immer noch keinen schnellen Internet-Anschluss. Zahlreiche DSL-Anbieter möchten dies natürlich ändern und den einen oder anderen Euro mitverdienen. Da mag es nicht verwundern, dass dies auch die Mobilfunk-Netzbetreiber auf den Plan ruft. Über eigene DSL-Netze verfügen Vodafone und O2 nicht – Vodafone nutzt das Arcor-Netz, O2 leiht sich Kapazitäten bei Telefonica - trotzdem bringt die unter-einem-Hut-Lösung einige Vorteile mit sich, wie insbesondere Vodafone zeigt.
Vodafone: Volle Flexibilität und nah am Kunden
Der DSL-Anschluss kommt über die stabile Festnetztelefonleitung, auf welche Art und Weise der Kunde jedoch Festnetzgespräche absetzen möchte ist ihm überlassen. Wahlweise ebenfalls über die Telefonleitung oder das eigene Handy. Mit dem Mobiltelefon spricht der Nutzer über den Zuhause-Tarif für vier Cent die Minute innerhalb eines Zwei Kilometer großen Zuhause-Bereichs.
Außerhalb dieser Zone telefoniert man zu den normalen Konditionen des gewählten Tarifs, hinterlässt gegebenenfalls jedoch einen Mehrfamilienhaushalt ohne Telefon. Im Fall der Fälle empfiehlt sich die bereits genannte Variante, Telefongespräche über die Festnetzleitung zu führen. Hierbei wird man mit einem ISDN-Anschluss verwöhnt der alle Komfortmerkmale wie mehrere Nummern, Makeln oder Konferenzschaltungen unterstützt.
Preislich können sich die Vodafone All-Inclusive-Pakete, bestehend aus Internet-Flatrate und Festnetz-Telefonier-Flatrate, durchaus behaupten. Der 16.000er-Anschluss kostet monatlich 44,95 Euro. DSL-Konkurrent Versatel ist beispielsweise monatlich fünf Euro teurer.
Alternativ lässt sich zu einem Preis von monatlich 29,95 Euro auch ein reiner Internetanschluss inklusive Internet-Flatrate buchen. In Kombination mit einem Vodafone Handy-Vertrag und zugehöriger Zuhause-Flatrate-Option (+ 20 Euro im Monat) erhöht sich die monatliche Rechnung auf insgesamt 49,95 Euro. Da der Internetanschluss jedoch nur 2.000 kBit/s schnell ist, gerät die bequeme Kombination aus Handy und Festnetz-DSL insgesamt teurer.
Je nach Nutzerverhalten kann sich die flexible Symbiose aber dennoch lohnen, vor allem wenn man bedenkt, dass die Zuhause-Handy-Flatrate auch alle Gespräche in das deutsche Vodafone-Netz abdeckt. Weiteres Schmankerl bei Vodafone: Bis zur Freischaltung des DSL-Anschlusses kann der Kunde kostenlos im UMTS-Netz surfen.
O2-Germany: O2 Mobilfunker profitieren an jeder Ecke
Während das DSL-Angebot von Vodafone nur buchbar ist, wenn bei selbigem Anbieter auch ein Handy-Vertrag besteht, ist der O2-Anschluss für jeden zu haben. Das Angebot staffelt sich in drei Größen und reicht von einem 20 Euro-Basis-Anschluss mit Verbrauchsabrechnung bis zum Sorglos-Paket mit Doppel-Flat (DSL+Festnetz) für monatlich 35 Euro. Jeder Anschluss ist 4000 kBit/s schnell und enthält einen kostenlosen Router.
In allen Paketen ist die sogenannte Family-Flatrate fest integriert. Will heißen: Gespräche zwischen dem O2-DSL-Festnetz und O2-Mobilfunkverträgen sind kostenlos. Für bereits bestehende O2-Kunden hält der Anbieter ein weitere Zugabe bereit: Wer bereits mit O2 mobil telefoniert erhält die DSL-Pakete jeweils fünf Euro im Monat günstiger. Das Sparpotenzial ist also groß und mit den letzten Zeilen noch nicht abgegolten: Bei Online-Buchung spart man 49 Euro Anschlusspreis. Die Vertragslaufzeit beträgt kundenfreundliche 12 Monate.











