Facebook, StudiVZ und Co. – Sicher bewegen in Social Networks
Soziale Netzwerke liegen voll im Trend. Facebook, schülerVZ und wer-kennt-wen freuen sich über unaufhaltsam wachsende Benutzerzahlen. Jedoch sollten Nutzer bei diesen Communities ein wenig Vorsicht walten lassen, was die eigenen Daten betrifft. Nicht umsonst haben viele der Internetseiten bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest in Sachen Datenschutz keine guten Bewertungen kassiert.
Egal ob man bereits im Berufsleben steht, eine Familie hat oder aber noch als Schüler oder Student unterwegs ist – das passende Social Network ist nur wenige Klicks entfernt. Leider erfolgt die Anmeldung bei solchen Netzwerken bei vielen Menschen, ohne dass sich vorher damit auseinandergesetzt wurde, wie es dort um den Datenschutz bestellt ist. Entsprechend tragen viele Nutzer gutgläubig alle ihre persönlichen Daten dort ein – auch die intimsten – ohne darüber nachzudenken, welche Konsequenzen dies nach sich ziehen kann.
Gerade die großen amerikanischen Netzwerke wie Facebook oder Myspace haben bei Stiftung Warentest schlecht abgeschnitten, wenn es um den Schutz der Userdaten geht. In der Regel ist man nach der Anmeldung nicht mehr davor gefeit, dass die eigenen Daten, Infos und Fotos zu Werbezwecken weitergegeben werden dürfen. Man hat ja schließlich den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor der Anmeldung zugestimmt. Aber wer liest die schon?
Überraschend positiv schnitten übrigens die VZ-Netzwerke studiVZ und schülerVZ ab. Bei diesen haben die User Einfluss auf die Verwendung ihrer Daten – nur was freigegeben wird, darf auch verwendet werden. Das Risiko einer Weitergabe an Dritte ist so relativ gering.
Das tröstet jedoch nur wenig, wenn man bedenkt, dass die Datensicherheit generell bei allen getesteten Netzwerken kaum gewährleistet ist. Wer sich auskennt, kann ohne größere Schwierigkeiten jedes Benutzerkonto übernehmen und missbrauchen. Gerade die mobile Version, die für die Nutzung der Communities auf gängigen Smartphones entwickelt wurde, ist unter Verwendung einer öffentlichen WLAN-Verbindung gegen fremde Zugriffe quasi ungeschützt.

Es empfiehlt sich bei Sozialen Netzwerken also sehr genau darauf zu achten, welche Informationen und Fotos man in die Netzwerke einstellt – denn dadurch kann man den persönlichen Datenschutz individuell einstellen und gewährleisten.
online-tarife.de hat vier wertvolle Tipps zusammengestellt, an denen sich die Nutzer von Sozialen Netzwerken orientieren sollten. Damit sind die größten Risiken gebannt.
1. Trennen Sie Ihre Rollen
Wer sich bei einer Social Community registriert, wird sehr wahrscheinlich nicht bloß von seinem engsten Freundeskreis und der Familie kontaktiert. Auch lose Bekannte oder Arbeitskollegen werden Sie zu ihren „Freunden“ zählen wollen. Daher ist es wichtig, seine sozialen Rollen zu trennen, sofern es in dem Netzwerk ihrer Wahl möglich ist. Den Kollegen oder die Freundin der Freundin geht es eigentlich nichts an, wie Sie das letzte Wochenende verbracht haben. Ebenso ist nicht jede Statusmeldung, die Sie veröffentlichen, für alle Kontakte von Interesse. Organisieren Sie daher ihre Kontakte in speziellen Listen. Sie können in den meisten sozialen Netzwerken so viele Listen anlegen wie sie möchten. So können sie gezielt Informationen nur an bestimmte Gruppen senden. Sinnvoll ist zum Beispiel die Unterteilung in Freunde, Familie, Bekannte und Kollegen etc.
2. Bewusster Umgang mit privaten Informationen und Status Updates
Studieren Sie die Privatsphäre-Einstellungen ihres Netzwerkes. Stellen sie ein, wer was sehen darf und was nicht. Oft ist es möglich, ein gesondertes öffentliches Profil anzulegen, in dem nicht alle angegebenen Infos angezeigt werden. So vermeidet man auch, dass unerwünschte Posts Dritter an der eigenen Profil-Pinnwand nach außen dringen.
Abgesehen davon sollten Sie grundsätzlich nicht alle Informationen und Daten zu Ihrer Person in einem sozialen Netzwerk angeben, nur weil dies möglich ist. Natürlich macht es Spaß, seine Freunde an seinem Leben teilhaben lassen zu können, sei es durch Status Updates oder Fotos. Aber überlegen Sie vor der Veröffentlichung genau, welche Informationen wirklich eingestellt werden müssen und für wen diese einsehbar sein sollten. Die private Telefonnummer und Adresse sind eine Sache: Da muss jeder selber wissen, ob er mit möglichen Konsequenzen zurechtkommt. Wesentlich fragwürdiger sind Angaben zur politischen Orientierung oder zur Religionszugehörigkeit. Hand aufs Herz: Das geht keinen etwas an und hat in einem öffentlichen Profil eigentlich nichts zu suchen. Auch hier ist es ratsam - sollten Sie den dringenden Wunsch verspüren, Ihre gesellschaftlichen Ansichten im World Wide Web zu veröffentlichen – machen Sie auch diese Statements nur für ausgewählte Leute einsehbar.
Auch Ihre Kontakte sollten Sie nicht öffentlich zugänglich machen. Es mag zwar beeindruckend sein, dass Sie 698 Freunde auf Facebook haben, aber muss die wirklich jeder alle einzeln begutachten können?











