Daten-Roaming - mit Notebook und Surfstick im Ausland
Das mobile Internet begleitet uns ständig, inzwischen auch auf Reisen ins Ausland. Mit dem Laptop mal schnell die E-Mails checken oder das Facebook Profil aktualisieren, Fotos nach Hause schicken oder aktuelle Nachrichten lesen - Daten Roaming im Ausland kann schnell sehr teuer werden, wenn man einige Tipps nicht beachtet.
Mit dem Notebook und einem UMTS Surfstick, mit dem Tablet Computer oder einem modernen Smartphone - wer möchte, kann über eine Mobilfunk-Verbindung fast überall im Internet surfen, auch im Ausland. Technisch ist dies recht einfach: Gerät einschalten und den automatischen Login in ein ausländisches Partnernetz abwarten - fertig. Doch Vorsicht: Die Tarife für das mobile Surfen im Ausland sind ganz andere als zu Hause, in Deutschland gebuchte Flatrates gelten im Ausland in der Regel nicht! So können Nutzer schnell in eine Kostenfalle tappen und merken es erst, wenn die hohe Handy-Rechnung nach dem Urlaub eintrifft.
Surfen im Ausland ist teurer
Die Verbindung wird stets über den ortsansässigen ausländischen Anbieter hergestellt, der eine Kooperationsvereinbarung mit dem deutschen Provider hat. Die entstehenden Kosten können sich komplett vom Angebot in Deutschland unterscheiden und sind in der Regel deutlich höher.
Daten-Roaming in der EU

Innerhalb der Europäischen Union existiert eine automatische Kostenbegrenzung. Sobald Kunden beim Surfen mit ihrem Laptop oder Tablet PC im Ausland einen Betrag von 59,50 Euro (entspricht 50 Euro ohne Umsatzsteuer) erreicht haben, werden sie benachrichtigt und müssen bestätigen, dass sie weitersurfen wollen. Andernfalls wird der Zugang gesperrt. Je nachdem, wie teuer 1 MB Daten vom ausländischen Anbieter abgerechnet wird, ist diese Kostengrenze jedoch schnell erreicht.
Alternativ können sich Kunden bei ihrem Mobilfunkanbieter eine Grenze in individueller Höhe einrichten lassen oder eines der Aktions-Angebote zum International Data Roaming bei ihrem Provider nutzen. Dort gibt es meist Surf-Pakete mit einem bestimmten Volumen, das günstiger ist.
Daten-Roaming außerhalb der EU
Wer außerhalb der Europäischen Union mit seinem Laptop online gehen will, sollte sich zuvor genau über die aktuellen Roaming-Tarife informieren, denn sonst können sehr schnell extrem hohe Kosten entstehen. In Ländern außerhalb der Euro-Zone (dazu zählt bspw. auch die Türkei) gibt es nämlich keine Kostenbegrenzung samt Benachrichtigung und die Übertragung vom 1 MB Daten, was wirklich nicht viel ist, kann unter Umständen einen zweistelligen Euro-Betrag kosten.
Tipps und Hinweise

Wer Kostenfallen beim Surfen im Ausland vermeiden möchte sollte überlegen, ob er nicht mal einige Tage auf das Internet verzichten kann. Falls nicht: Der Gang in ein Internetcafe oder die Hotel-Lobby, wo man sich in ein WLAN-Netz einloggen kann, spart Geld und Ärger. Die Einrichtung einer individuellen Daten-Obergrenze beim Mobilfunkanbieter oder die Nutzung eines Roaming Angebots für das Surfen im Ausland können eine Alternative sein.
Und wer häufig oder für längere Zeit auf Reisen im Ausland ist und stets online sein möchte, der kann über die Anschaffung einer ausländischen Prepaid-Karte nachdenken. Mit einer solchen SIM-Karte surft man dann zu denselben Konditionen wie Einheimische.
Ein Sonderfall ist das "abroadband" Angebot der Telekom Austria, das man auch in Deutschland buchen kann: Mit abroadband können Nutzer unabhängig von ihrem jeweiligen Mobilfunkanbieter in 55 Ländern innerhalb und außerhalb der EU zum einheitlichen Preis von 59 Cent pro MB inklusive Mehrwertsteuer mobil mit Notbook, Tablet oder Smartphone surfen, mit bis zu 7,2 MB/s Download-Geschwindigkeit.
Tarife für das mobile Surfen im Ausland











