Ein konkretes Endziel gibt es in den seltensten Fällen: Der Weg ist das Ziel. Entsprechend können derartige Rollen- und Strategie-Browserspiele auch über endlose Zeiträume fortgesetzt werden. Des Weiteren zeichnen sich Browsergames oft durch eine sogenannte persistente Spielwelt aus – das bedeutet, dass sich die virtuelle Spielewelt weiterentwickelt, auch wenn der Spieler offline ist und nicht am Spielgeschehen teilnimmt. Um im allgegenwärtigen Wettbewerb des Spiels bestehen zu können, muss man mitziehen und regelmäßig teilnehmen. Die Communitiy und ihre Interaktion haucht dem Online-Game erst das virtuelle Leben ein, das für viele Spieler den Reiz des Ganzen ausmacht.
Immer und überall
Ein besonderer Aspekt der Browser Games ist ihre allgegenwärtige Verfügbarkeit. Egal wo man sich befindet, ob am heimischen PC, auf der Arbeit oder im Hotel - solange man einen Internetanschluss und einen PC zur Verfügung hat, kann man seiner Spielewelt einen Besuch abstatten. Dadurch unterscheiden sich die Spiele von klassischen Computergames, die nur nach Installation an einem bestimmten PC spielbar sind.
Suchtgefahr nicht unterschätzen
Doch genau hier lauern auch die Gefahren für den Spieler. Die Grenzen zwischen harmlosem Zeitvertreib und richtigem Suchtverhalten sind oft fließend. Dennoch sollte zwischen den verschiedenen Spielevarianten unterschieden werden. Im Internet gibt es viele harmlose Games, die wirklich nur einen kurzen Zeitvertreib für zwischendurch bieten. Bei längerem Spielen stellt sich schnell Langeweile ein.
Ebenso gibt es Spiele, denen in ihrem Ablauf fast schon ein einzuhaltender Zeitplan innewohnt. Bestimmte Handlungen müssen zu festen Zeiten durchgeführt werden, um einen erfolgreichen weiteren Spielverlauf zu gewährleisten. Das allein mutet schon grenzwertig an. Aufmerksam sollte man jedoch werden, wenn sich ein großer Teil der persönlichen Freizeit um das Spiel dreht und soziale Kontakte, Freunde, Familie etc. vernachlässigt werden. Begünstigt wird dies durch gewisse Spieleigenschaften. So zum Beispiel, dass an den Spielen über jeden verfügbaren Internetzugang teilgenommen werden kann. Weiter gibt es oft kein konkretes Ziel, das es zu erreichen gilt. Das Spiel ist niemals vorbei; da sich die virtuelle Welt weiterentwickelt ist es schwierig, für einen längeren Zeitraum zu pausieren, da man auf diese Weise schnell den Anschluss verpasst und der Wiedereinstieg dann nicht mehr gelingt.
Browser-Gaming und Jugendschutz
Jugendschützer warnen davor, Kinder und Teenager alleine an solchen Online-Rollenspielen teilnehmen zu lassen. Die Kommunikation via Chat mit anderen Spielern, gehört hier zum Geschehen dazu - leider gibt es immer wieder Fälle, in denen Pädophile und sonstige Kriminelle versuchen, mit jüngeren Spielern in Kontakt zu treten. Die Bedingungen dafür sind perfekt: Die geschaffenen Avatare wirken harmlos oder sehr attraktiv, das Gegenüber teilt offensichtlich die Begeisterung für das Spiel und wirkt im virtuellen Raum nett und sympathisch. Leider sind zu viele Kinder bereits Opfer solcher Verführungsversuche geworden, die meist darauf abzielen, sich an einem neutralen Ort im realen Leben zu treffen. Eltern sei daher geraten, ihre Kinder mit derartigen Spielen nicht gänzlich allein zu lassen.
Wie bereits erwähnt, gibt es zahlreiche wirklich nette, liebevoll gestaltete Browser-Games, die völlig unbedenklich sind. Selbstverständlich gibt es aber auch die andere Seite der Medaille, in Form von gewaltverherrlichenden Spielen mit äußerst fragwürdigen Inhalten. Leider ist solchen Angeboten mit den gängigen gesetzlichen Vorgehensweisen des Jugendschutzes nicht beizukommen. Der Grund dafür ist banal: Die Spiele befinden sich nicht auf Datenträgern wie zum Beispiel CDs, die mit einem Prüfsiegel versehen werden könnten. Genauso wenig müssen sie installiert werden. Eine Alterskontrolle ist damit fast unmöglich: Ein Besuch der Homepage, auf der das Spiel hinterlegt ist, reicht aus, und wenige Klicks später ist das Game bereits in vollem Gang. Der Zugriff auf solche Spiele ist weder staatlich kontrollierbar, noch kann man die Masse an Spielen, die im Netz verfügbar ist und kontinuierlich zunimmt, selektiv verbieten und sperren.
Die einzig sinnvolle und wirksame Maßnahme zugunsten des Jugendschutzes kann also nur sein, Kindern von kleinauf Medienkompetenz zu vermitteln, ihnen einen bewussten Umgang mit dem Internet beizubringen, mit ihnen zu sprechen und sie am PC nicht sich selbst zu überlassen. Empfohlen sei hier die Initiative Schau Hin!, die alltagstaugliche Tipps zum kindgerechten Umgang mit elektronischen Medien gibt, um so den Dialog zwischen Eltern und Kindern fördern möchte.
Weitere Informationen zu Kindern & Medien bzw. Jugendschutz unter:
schau-hin.info oder spieleratgeber-nrw.de
Das Phänomen Browsergames
Zweifelsohne erfreuen sich Browsergames in Kennerkreisen großer Beliebtheit. Spielerzahlen in Millionenhöhe bei einzelnen Spielen sprechen eine eindeutige Sprache. Viele Internet-User jedoch haben das Phänomen noch gar nicht wahrgenommen. Dabei bieten Browsergames jede Menge Spaß, ohne dass unter technischen Gesichtspunkten großer Aufwand betrieben werden muss. Doch es gibt auch Risiken, wie Suchtpotential und Jugendgefährdung, die bei den Online-Games nicht außer Acht gelassen werden sollten. online-tarife.de gibt einen Einblick in die Welt der Online-Spiele.
Im Vergleich zu Online-Spiele-Giganten wie World Of Warcraft, oder im Hinblick auf die immer wieder neu aufkeimende Diskussion um sogenannte Killerspiele, fristen Browsergames nach wie vor eher ein Schattendasein. Dabei sind die Online-Spiele äußerst vielseitig und decken mittlerweile jedes erdenkliche Genre ab. Egal ob Rollenspiel, Strategie, Action, Simulation oder simple Brett- und Kartenspiele – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Attraktiv weil unkompliziert
Unter technischen Aspekten betrachtet bewegen sich Browsergames auf einfachem Niveau. Doch gerade das macht ihren Reiz aus: keine aufwändige Software-Installation, keine spezielle Hardware, keine externe Konsole. Die Spiele laufen im Browser (Internetexplorer, Firefox etc.) jedes internetfähigen PCs – einfach die entsprechende Webseite ansurfen, gegebenenfalls anmelden und einen Spielaccount eröffnen (nicht einmal das ist bei allen Spielen erforderlich) und losspielen. Viele Games sind kostenlos, sie finanzieren sich durch Werbeeinblendungen. Manche Spiele bieten die Option, für ein geringes monatliches Entgelt die Werbung auszublenden. Dazu gibt es dann meistens noch ein paar Extrafeatures, die das Spielgeschehen erleichtern. Diese sind jedoch nicht zwangsläufig erforderlich.
Die ewig währende Gemeinschaft
Ein Großteil der Browsergames verfolgt dasselbe Spielziel: Meist steht der Wettkampf mit anderen Online-Spielern im Vordergrund. In verschiedenen Rahmenhandlungen erschaffen die Spieler nach und nach ihre eigene Figur, Firma, Armee, eine ganze Stadtsiedlung oder ähnliches. In anderen Spielvarianten geht es schlicht um Highscores: Man spielt für sich allein, jedoch kann man seine Leistungen anhand der erspielten Punkte mit denen anderer Gamer vergleichen. Bei der großen Mehrheit der Online-Games steht zudem der Community-Gedanke im Vordergrund. Vor allem bei Rollen- und Strategie-Spielen kann man mit Spielern, die zur selben Zeit am Spielgeschehen teilnehmen, chatten, Bündnisse schließen und Waren austauschen. Das Gegenüber ist wahlweise Gegner oder Verbündeter.




















