Seit einigen Tagen werden zahlreiche Telefon-Kunden des Anbieters Arcor von so genannten Ping-Anrufen belästigt. Ein Anruf der Nummer 0069200010 oder 00169200010 geht ein, wird jedoch nach ein- oder zweimaligem Klingeln beendet. Mit dieser Mache versuchen Abzocker Rückrufe zu erhalten, um festzustellen, ob eine Nummer vergeben ist oder nicht. Bei der 00692 handelt es sich um die Landesvorwahl der Marshall-Inseln, die zweite Nummer lässt sich keinem Land zuordnen. Bei Rückruf ertönt in der Regel ein Besetztzeichen.
Von dem Problem sind bisher fast ausschließlich aktuelle, bzw. ehemalige Kunden von Arcor betroffen. Die Anrufe erfolgen in ganz Deutschland und zu jeder Tageszeit, jedoch offenbar gehäuft in den Nachtstunden.
Keine Kundendaten weitergegeben
Auf Nachfrage der Redaktion versicherte Arcor, dass keinerlei Kundendaten an Dritte weitergegeben wurden. Vielmehr seien die Rufnummerblöcke der einzelnen Anbieter für jeden bei der Bundesnetzagentur einsehbar. Die Liste enthält neben den Anbieternahmen und der Vorwahl auch die ersten drei oder vier Ziffern der Rufnummer, die weiteren Stellen würden laut Arcor via Zufallsprinzip durchprobiert. Kosten für den Rückruf entstehen laut Arcor nicht, so lange ein Besetztzeichen zu hören ist. Mit letzter Sicherheit kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass dieses Besetztsignal durch einen Telefoncomputer aufgespielt wird und dennoch eine Verbindung entsteht.
Arcor versichert Kulanz im Schadenfall
Arcor rät daher in jedem Fall davon ab, die Nummer zurückzurufen. Sollte dies dennoch geschehen sein und wider erwarten auf der nächsten Rechnung Kosten für dieses Gespräch auftauchen, wird Arcor laut Aussage eines Konzernsprechers im Rahmen der Kulanz erlassen. An der Beseitigung des Problems werde mit Nachdruck gearbeitet, man hoffe bis Ende der Woche eine Lösung gefunden zu haben.








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